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Aktuelle Filme aus Asien

Teil I

HFF Kino 1

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Zhou Tiehai „Will/We Must“, 1996, 35 mm, 9 Min. 17 Sec., Courtesy ShanghArt Gallery, Shangahi

Zhou Tiehai, Will/We Must

(CHN 1996, Video, 9 Min. 17 Sek.)

Will/We Must porträtiert das Künstlerkollektiv im Jahr 1997 in Beijing in einem stilisierten Stummfilm, wie aus den Anfängen des Kinos. Zugleich witzig und vorausschauend, scheint Will/We Must jedem bekannt, der in die Kunstwelt eingebunden ist, fast wie ein Skript über Wirklichkeitsnähe und Dramaturgie, die von den heutigen Artplayern gespielt wird.

Zhou Tiehai, geboren 1966 in Shanghai, studierte an der Fine Arts School of Shanghai University und lebt in Shanghai. 1998 First Prize of the Contemporary Chinese Art Award, (CCAA Association, Schweiz). Ausstellungen u.a. an der Akademie der Künste, Berlin; Minsheng Art Museum, Shanghai; Asian Art Museum, San Francisco. Einzelausstellungen a.o. im MoCA, Shanghai; Galerie Frank Schlag & Cie., Essen, Marella Arte Comtemporanea, Mailand.

 

 

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Wang Jianwei, „Gaze“, 2009, HD, 13 Min. 24 Sek., Courtesy Long March Space, Beijing

Wang Jianwei, Gaze

(CHN 2009, 13 Min. 24 Sek.)

In Gaze inszeniert und verbindet Wang Jianwei historische Szenen chinesischer Geschichte filmisch und kreiert so ein Tableau von Charakteren, die wie unterschiedliche Schichten der Narration auf der Bühne erscheinen. Dabei werden trotz unterschiedlicher äußeren Erscheinungen inhärente Gemeinsamkeiten deutlich.

Wang Jianwei, geboren 1958 in Sichuan, China, und lebt in Beijing. Teilnahme an zahlreichen Filmfestivals und Ausstellungen, u.a. Kunsten Festival des Arts, Brüssel, 2000, 2002; Biennale di Venezia, 2003; Einzelausstellungen u.a. Hong Kong Art Center; Walker Art Center, USA; Chambers Fine Art, New York und am Ullens Center for Contemporary Art, Beijing.

 

 

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Sun Xun, „Lie“, 2006, Video, 7 Min. 20 Sec., Courtesy ShanghArt Gallery, Shangahi

Sun Xun, Lie

(CHN 2006, Video, 7 Min. 20 Sek.)

In die Animation Lie sind inszenierte Nachrichtenbilder aus den 1950er Jahren hineingeschnitten, die den Fortschnitt Chinas in der Raketenforschung darstellen. Historische Fakten und Fiktion werden in Frage gestellt.

Sun Xun, geboren 1980 in Fuxin Liaoning Province, China, lebt in Hangzhou. Er studierte Drucktechnik an der China Academy of Fine Arts. 2006 gründete er sein eigenes Animationsstudio. Teilnahme an mehreren Festivals, u.a. Ars Electronica, 2009, Transmediale, Berlin, 2010; China Independent Film Festival, 2010; Einzelausstellungen u.a. im Hammer Museum, Los Angeles; the Drawing Center New York; Platform China; Kunsthaus Baselland, Basel.

 

 

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Zhu Jia „Zero“, 2012, Video, 15’, Courtesy ShanghArt Gallery, Shangahi

Zhu Jia, Zero

(CHN 2012, Video, 15 Min.)

In Zero wird Kleidung als Strategie für historische Identifikation eingesetzt. Indem das Alter und verschiedene Lebensstadien einer Frau durch verschiedene historische Kleidungsstücke ausgedrückt werden, wird der ununterbrochene Zeitlauf durcheinander gebracht. Es entsteht der Eindruck des Alterns, ohne dass die Sequenzen kontinuierlich sind. Verspiegelte Hintergründe werden im gesamten Film als Reflektionen eingesetzt und lassen die Illusion einer narrativen Entwicklung entstehen.

Zhu Jia, geboren 1963 in Beijing und lebt ebendort. Er studierte an der China Central Academy of Fine Arts. Ausstellungen u.a. am Museum for Contemporary Art, Sydney; Hamburger Bahnhof, Berlin; MoMA, New York; Biennale di Venezia, 2003; Istanbul Biennale, 2007, ShanghART Beijing, 2012. 2008 wurde sein Werk in einer Einzelausstellung im ShanghARTH-Space, Shanghai präsentiert.

 

 

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Zhou Xiaohu, „Montage Structure“, 2010, Video, 5 Min. 17 Sek., Courtesy Long March Space, Beijing

Zhou Xiaohu, Montage Structure

(CHN 2010, 5 Min. 17 Sek.)

Montage Structure ist eine Stopmotionanimation mit Keramikfiguren. Sie erzählt die Geschichte eines Attentats, ein wiederkehrendes Thema in Zhous Arbeit, die sich bewusst mit klassischer Filmsprache und -montage auseinandersetzt und sie adaptiert.

Zhou Xiaohu, geboren 1960 in Changzhou, China. Er studierte Bildhauerei am Suzhou Art Institute und Malerei an der Sichuan Academy of Fine Arts. Seit 1997 arbeitet er mit Video. Ausstellungen u.a. in der Walsh Gallery, Chicago, 2008; Palais des Beaux Arts, Brüssel; Gwangju Biennale, 2010; Tate Modern, London; National Art Museum of China, Beijing und Long March Space, Beijing.

 

 

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Ran Huang, „Disruptive Desires, Tranquility, and the Loss of Lucidity“, 2012, HD, 21 Min. 50 Sek., Courtesy Long March Space, Beijing

Huang Ran, Disruptive Desires, Tranquility, and the Loss of Lucidity

(CHN 2012, HD, 21 Min. 50 Sek., enOF)

Europapremiere

Erzählt wird die Liebesgeschichte zweier Teenager, ein flüchtiger Moment der Schönheit und eine einsame, animalische, abstossende, kurze, pure Erfahrung. Die beiden treffen sich in einer seltsam vertrauten Begegnung in einem medizinischen Labor. Wir hören Geräusche, aber keine Stimmen, ihr Gespräch steht nur in den Untertiteln, wie in einem Roman.

Huang Ran, geboren 1982 in Xichang, studierte Kunst am Goldsmiths College, London und am Birmingham Institute of Art and Design. Er lebt in Beijing. Teilnahme an der Guangzhou Triennale, 2012. Einzelausstellungen seit 2009 u.a. Space Station, Beijing; Prussian Projekte, Nottingham; George Polke Gallery, London; Long March Space, Beijing.

27.04.2013, 17:30 Uhr

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