ENGLISH Facebook Twitter Google+

M+M im Interview

FÜNF FRAGEN AN DAS KÜNSTLERDUO M+M

event image
Foto: Tobias Zielony

Was sind für Sie (aktuell) zentrale Aspekte in Ihrem Schaffen?
Die Verknüpfung von Konzept und Drama.

KINO DER KUNST widmet sich der fiktiven Narration. Welche Rolle spielt dieses Format / Thema für Sie?
Die Mittel der filmischen Narration werden eingesetzt, um die Linearität der klassischen Erzählung zu zersetzen und gleichzeitige Wahrnehmungsschichten freizusetzen. Emotionen und Krisen verhalten sich zeitlich nicht linear sondern gleichzeitig, Sie haben keinen kausalen Bezug und sind nicht abzählbar.

Welche Regisseure/Künstler sind für Sie wichtige Inspiratoren?
Argento, Buñuel, Cronenberg, Duchamp...

Worin sehen Sie die besondere Rolle des bewegten Bildes in der bildenden Kunst?
Den Erzählraum ausweiten.
Die Einheit des Protagonisten zerschlagen.
Nicht trennen zwischen Geschlechtern, Räumen und Gefühlen.
Zerstreutheit zum Leitfaden erheben.
Fokussierung und Stil vergessen.
Unschärfen und Ablenkungen verfolgen.

KINO DER KUNST stellt 2017 die Gegenwart in den Fokus. Wie beobachten Sie als filmender Künstler die sich rapide verändernde Gegenwart? 
Teilweise erinnern die (gesellschaftliche und politische) Szenarien der Gegenwart an bedrohliche Veränderungen in der Vergangenheit. Gerade im heutigen wechselhaften, leichtgläubigen und nicht selten opportunen Kunstbetrieb scheint uns der Rückblick auf gewisse Künstlerpersönlichkeiten in damaligen Krisenzeiten aufschlussreich, auf deren Aktivitäten und ihr geradliniges Auftreten. Entsprechend suchen wir nach Quellen in der Vergangenheit, um deren Potential für die Zukunft zu aktualisieren. So zum Beispiel in unserem Projekt „Der Stachel des Skorpions“, zu dem wir weitere KünstlerInnen einluden um Buñuels Film „L’Âge d’Or“ gemeinsam filmisch zu überschreiben, bzw. neu zu interpretieren (mit dabei Tobias Zielony, Chicks on Speed, Keren Cytter, Julian Rosefeldt und John Bock).

06.04.2017
(2017-04-06)

Kategorien

vorheriger Post nächster Post